Die Bifurkation und der Grüne See

Nachdem ich in den ersten beiden Blogbeiträgen des Jahres 2018 von zwei schönen Auftragsshootings berichtet habe, zeige ich in diesem Beitrag wieder Fotos aus der Natur. Da ich aktuell Urlaub habe und das Wetter sich von seiner besten Seite zeigt, konnte ich die letzten Tage für ein paar Fotoausflüge nutzen.

Beginnen möchte ich allerdings mit einem Bild, das ich schon Anfang Januar am Schloss Gesmold gemacht habe. Durch Zufall hatte ich einige Tage zuvor beim Vorbeifahren gesehen, dass eine Wiese vor dem Schlosseingang nach den massiven Regen- und Schneefällen ziemlich unter Wasser stand. Eine gute Gelegenheit, um mal mit Spiegelungen zu arbeiten, wo das sonst nicht möglich ist:

Das Foto gefällt mir richtig gut, und das nicht nur wegen der schönen Spiegelung. Da ich eine Langzeitbelichtung gemacht habe, konnte ich die Wolken am Himmel ein bisschen ziehen lassen. Außerdem führt der rechtwinklig verlaufende Zaun den Betrachter des Fotos schön in die Bildmitte. Ein paar Tage später war das Wasser versickert und so ein Bild wird man dort in nächster Zeit erst mal nicht wieder machen können.

Anfang Februar fuhr ich vormittags mal wieder zum Grünen See nach Melle-Buer - in der Hoffnung, dass der dortige Wasserfall ausnahmsweise mal seinem Namen gerecht werden würde. An den meisten Tagen im Jahr sprudelt das Wasser dort nämlich nicht sonderlich üppig. Da es aber gefühlt wochenlang zuvor geregnet oder geschneit hatte, war es diesmal tatsächlich anders und ich hörte das Wasser bereits rauschen, als ich am Parkplatz aus meinem Auto stieg.

 

Ich habe fotografisch viel probiert an diesem Tag, sowohl an Kameraeinstellungen, als auch an Positionen rund um die Location. Am Ende stand ich mal wieder samt Stativ im Wasser und das mit Schuhen, die für sowas nicht vorgesehen sind. Aber letztlich sind es genau die Bilder, die ich aus dem Wasser heraus gemacht habe, die ich bearbeitet und veröffentlicht habe. Irgend jemand sagte mal: "Wenn du Fotos haben möchtest, die sonst keiner hat, musst du Dinge machen, die sonst keiner macht." Von der Seite fotografiert, war mir die Dynamik des Wassers nicht heftig genug. Aus einer tiefen, frontalen Kameraposition heraus wirkt der Wasserfall auf mich tatsächlich so, wie ich mir das im Foto vorgestellt hatte:

Vor ein paar Tagen war ich dann passend zum Sonnenuntergang an der Bifurkation in Melle-Gesmold unterwegs. Sonnenaufgänge habe ich dort schon einige miterlebt, aber zum Sonnenuntergang war ich bisher noch nicht vor Ort gewesen. Es war ein frostiger, klarer Abend, den ich dort oben auf der Aussichtsplattform verbrachte. Ich hätte mir etwas mehr Zeichnung im Himmel gewünscht, bin aber auch so mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden. Was die Natur jeden Tag aufs Neue zaubert, beeindruckt mich doch immer wieder:

Jetzt wird es dann auch wirklich Zeit für ein bisschen Frühling. Die ersten Frühblüher sind bereits zu sehen und nicht nur sie sehnen sich nach wärmeren Temperaturen. Ich werde in der nächsten Woche noch für ein paar Tage Urlaub außerhalb von Melle machen und es ist davon auszugehen, dass ich in meinem nächsten Blogbeitrag einige neue Fotos zeigen kann.