Frostige Fotoausflüge

Im Februar habe ich zusammen mit befreundeten Fotografen zwei Fotowalks bei sehr frostigem Wetter unternommen. An einem Abend waren wir in Osnabrück am Heger Tor unterwegs und ein paar Tage später war ich zum Sonnenaufgang im Venner Moor.

Im letzten Blogbeitrag hatte ich ja schon berichtet, dass ich mit einem Fotofreund zusammen am Heger Tor gewesen bin, um Lichtspuren fahrender Autos zu fotografieren. Die Straßenkreuzung dort ist eigentlich DER Fotospot in Osnabrück schlechthin für solche Aufnahmen. Deshalb ist es schon merkwürdig, dass ich dort an diesem Abend tatsächlich zum ersten Mal fotografiert habe. Folgende Bilder sind dort entstanden:

Wie man sieht, haben wir unseren Standort im Laufe des Abends mehrfach verändert. Im Ergebnis haben wir schöne "Lichtzieher" fotografieren können und die Umgebung mit in die Bilder integriert. Außerdem war es an dem Abend dermaßen kalt, dass etwas Bewegung zwischendurch sehr angebracht war. Für das zweite Bild haben wir uns mit den Stativen quasi mitten auf der Lotter Straße aufgebaut auf einem schmalen Streifen, der für längere Aufenthalte eher nicht vorgesehen ist. Nur so konnte es aber gelingen, die Spuren der abbiegenden Autos und das Heger Tor zusammen aufs Bild zu bekommen. Hier ein Making-Of-Foto, das Stephan mit seinem Handy geschossen hat:

Während wir dort so standen und auf die passenden Grünphasen warteten, fiel mir auf einmal ein, dass ich direkt noch ein Foto für die Galerie "Bilder, die ich schon immer mal machen wollte" schießen könnte. Und zwar wollte ich schon immer mal eine Ampel fotografieren, von der alle 3 Ampelphasen (rot, gelb und grün) zusammen im Bild zu sehen sind. Und Ampeln gibt es auf dieser Kreuzung ja reichlich!

Gesagt - getan: Als wir unsere geplanten Bilder soweit im Kasten hatten, haben wir uns zum Abschluss noch der Ampel am Felix-Nussbaum-Haus gewidmet (noch immer standen wir mitten auf der Straße). Rein theoretisch ist es nicht so schwer, so eine Art von Ampel-Foto zu machen. Einfach gesagt, macht man eine Langzeitbelichtung, die so lange dauert, bis die Ampel alle 3 Phasen durchlaufen hat. Allerdings muss man das Ganze dann doch ein bisschen timen, damit das Foto nicht am Ende durch eine zu lange Belichtung überbelichtet wird.

Also habe ich die Ampel zunächst beobachtet und mir gemerkt, wie lange die verschiedenen Phasen dauern. Im Ergebnis hieß das: Ich habe exakt nach 8 Sekunden in der Grünphase die Belichtung gestartet - hatte danach noch ca. 2-3 Sekunden grün, die Gelbphase dauert ähnlich lange und bei rot konnte ich die Belichtung dann nach ebenfalls 2-3 Sekunden beenden. So kam ich am Ende auf ungefähr 9 Sekunden Belichtungszeit, was in diesem Fall ganz gut passte:

Ein paar Tage später fuhr ich -diesmal mit einer Fotofreundin- zum Sonnenaufgang ins Venner Moor. Derartige Expeditionen mache ich zu dieser frühen Uhrzeit nicht sonderlich oft. Aber manche Dinge reizen mich dann doch so sehr, dass ich dafür mal über meinen Schatten springe. In diesem Fall bedeutete das, dass ich um 5.30 Uhr aufgestanden bin und um 6.30 Uhr pünktlich bei der Fotofreundin in Bissendorf auf der Matte stand. Zusammen sind wir dann nach Venne gefahren, wo wir gegen 7.15 Uhr ankamen. Der Sonnenaufgang war für 8.04 Uhr vorhergesagt, so dass wir noch ausreichend Zeit hatten, uns eine gute Position zu suchen und die Ausrüstung aufzubauen:

Die folgenden 3 Fotos sind um

8.01 Uhr
8.03 Uhr
8.13 Uhr

entstanden:

Dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt und solche Naturschauspiele sollte man eigentlich nicht regelmäßig verschlafen,.......
Auch an diesem Morgen herrschte noch einmal Mützenwetter, wie man auf dem folgenden Foto erkennen kann, mit dem ich diesen Blogbeitrag dann auch beenden möchte: